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unsere Familie
Willkommen bei unserem Familienstammbaum!
Meine Ahnenforschung konzentriert sich auf die folgenden Familien: Schwappach, Schwimmer, Schuhmann, Roth, Pohley, Dorsch
Stammbaum Familie Schwappach (enge Familie)
Stammbaum Familie Schuhmann (enge Familie)
Stammbaum Familie Schwimmer (enge Familie)
Die Erforschung der eigenen Familie und der Familiengeschichte ist ein spannendes Hobby. Die Anzahl der Personen meines Stammbaumes:
40 Personen (Stand Dezember 2007)
76 Personen (Stand April 2008)
128 Personen (Stand Januar 2009)
201 Personen (Stand Juni 2010)
270 Personen (Stand November 2010)
395 Personen (Stand März 2011)
412 Personen (Stand Februar 2012)
Für die Erstellung der Stammbäume gibt es eine Vielzahl von Programmen und auch Internetseiten, die eine kostenlose Erstellung anbieten.
Ich verwende zum Beispiel die Internetseite http://www.myheritage.com
Durch einen einfachen Datentranfer (*.ged) sind die Programme untereinander kompatibel.
Auf der Suche nach den Ahnen
Von Christine Eichelmann
www.verwandt.de
In Andre Bialks Brust schlägt ein Sammlerherz. Zahllose Apothekerfläschchen mit Sand von Orten, die er besuchte, hat der studierte Geologe in einem seiner deckenhohen Regale aufgereiht.
Feines Sediment deutscher Küsten, Grobkörniges aus den Bergen oder von fernen Kontinenten fand so den Weg in Bialks Schöneberger Büro.
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Vor allem aber sammelt der 49-Jährige Namen. Sie stauen sich zwischen Tausenden Buchdeckeln. Telefonbücher, Ortslexika, Historie im antiquierten Ledereinband. Chroniken der Adelsgeschlechter, der ehemals deutschen Gebiete und ihrer Vertriebenen. In Adressbüchern finden sich die Spuren von Menschen und deren Verbleib gleich jahrhundertweise. In einer Kammer stapeln sich Akten über Bialks Familie. Denn privat ist der professionelle Erbenermittler auch Familienforscher. "Ich habe das Hobby zum Beruf gemacht", sagt der Mann, den die Begeisterung für seinen Job unter dem weißen Haar fast jugendlich wirken lässt.
Genealogie liegt im Trend. In seiner Anfangszeit saß Bialk in Archiven mit einer Handvoll ergrauter Herren, heute "findet man manchmal kaum Platz". Und: Das Publikum wird jünger. Das Interesse an Familiengeschichte sei hoch, bestätigt Doina Oehlmann von der Berliner Staatsbibliothek. 984 Anfragen gab es 2008 beim Geheimen Staatsarchiv in Dahlem. 2000 Benutzer mit entsprechenden Anliegen forschten an zusammen 9500 Benutzertagen. In über 60 genealogischen Vereinen in Deutschland sammeln sich rund 25 000 Personen.
Auch immer mehr Menschen unter 30 forschten nach ihrer Herkunft, sagt Manfred Dreiss, Inhaber des renommierten Degener Verlags für Genealogie und Heraldik in Bayern. "Deren Wege führen aber eher ins Internet." Verwandt.de, die bekannteste Plattform, aktiv in 13 Ländern und neun Sprachen, zählt in Deutschland 15 Millionen Profile von 1,5 Millionen Familien.
Bialks Anfänge waren verstaubter. In einer Bücherei fiel vor vielen Jahren dem damals 14-jährigen Andre eine alte Schwarte in die Hände. Die Sammlung adliger Stammtafeln faszinierte ihn. Der Junge fragte seine Omas und weckte bei einer Großtante brauchbare Erinnerungen. Das Jagdfieber hatte ihn gepackt. Mit 16 - an sich im besten Flegelalter - schrieb er Pfarrstellen im thüringischen Eichsfeld an, wohin die Spuren führten, und puzzelte an Fragmenten eines Stammbaumes. "Ahnenforschung ist wie eine Lawine", sagt Bialk. "Einmal ins Rollen gekommen, rollt sie." Jeder weitere Mosaikstein wirkt wie Riechsalz für die Spürnase. "Das ist wie eine Sucht: Da kommt ein Brief vom Pfarramt, und schon beim Öffnen zittern die Hände. Drin steht nur, dass Verwandter Soundso da und dort verstorben ist, und man reißt die Arme hoch und jubelt."
3000 Namen hat Bialk heute in seiner Stammtafel. Die Gefahr, sich zu verzetteln, ist groß: Schon die Großelterngeneration führte in vier Regionen des Deutschen Reiches. In mütterlicher Linie ist die Namenflut fast unermesslich. Werden alle weiterverfolgt, passt die Ahnentafel bald auf keine 15-Meter-Wand. Die väterliche Linie dagegen birgt Fallen. Auf rund vier Prozent bezifferte jüngst eine Studie die Zahl der Kuckuckskinder in Europa.
Historisches Wissen
Fesselnd wird die Kleinarbeit, wenn aus dem Skelett der Namen und Daten gelebte Geschichte wird. Wenn regionale Heiratsriten oder eine Brandkatastrophe durch das Gerüst der Jahreszahlen blinkt. Oft sind es winzige Details: Geburten, deren Eintrag im Kirchenbuch auf dem Kopf steht. "Das waren uneheliche Kinder", sagt Bialk. Auch versiegende Spuren können Geschichten erzählen. Ledige Mütter, deren Namen Bialk in Gesindebüchern wiederfand, sind kein seltenes Berliner Phänomen. Irgendwo vom Lande stammend, waren nicht wenige der Dienstmädchen von ihren Dienstherren geschwängert worden. "Mit der Ahnenforschung wachsen auch das historische Wissen und Bewusstsein", sagt Bialk.
Vor allem aber wächst der Kreis der Angehörigen. 400 Adressen lebender Verwandter hatte Matthias Kohl, wie Bialk in der Interessengemeinschaft Genealogie Berlin organisiert, schon Mitte der 80er-Jahre angehäuft. Allein in Bernterode im Eichsfeld, wo auch eine seiner Wurzeln liegt, heißt noch heute etwa jeder 18. Einwohner Kohl.
1985 lud der Ost-Berliner, der seit seiner Jugend begeistert die Familienforschung eines Onkels fortführt, nach Bernterode zum Familientreffen. Eine Cousine organisierte das Fest vor Ort. Eines Tages holte die Stasi sie von der Arbeit ab. Auch bei Kohl in Berlin, als Christ und Küster der Herz-Jesu-Kirche ohnehin suspekt, tauchten Stasi-Männer auf und warnten ihn dringlich, zu dem Treffen zu gehen. Erst später kam heraus, dass nicht nur die über 100-köpfige Westverwandtschaft Mielkes Mannen auf den Plan gerufen hatte. "Irgendjemand hatte in der Gaststätte erzählt, Helmut Kohl kommt auch. Was gar nicht stimmte! Aber da kriegten die Muffensausen", erinnert sich Kohl lachend.
Das Familientreffen fiel aus, doch die Ereignisse schweißten die Sippe zusammen. 1991 schließlich versammelten sich 265 Familienmitglieder in Bernterode. An der Wand der Turnhalle hing die zwei Mal sieben Meter große Stammtafel männlicher Ahnen samt Familienwappen, das Matthias Kohl erstellt hatte. Thüringens Abendschau berichtete, Landesinnenminister Willibald Böck organisierte ein Grußwort seines Parteifreundes und Bundeskanzlers Helmut Kohl - tatsächlich nur ein Namensvetter.
Was genau Menschen in die Archive treibt, ist unklar. Sozialwissenschaftler mutmaßen über die Vereinzelung der Individuen, über den Wunsch nach Nestwärme. Eingewoben in eine riesige Familie, fühle er sich nie mehr allein, bestätigt Kohl. Der Bezug zur Vergangenheit ändere aber auch die Einstellung zum Leben und zur Materie. "Ich habe Freude an Dingen, die Geschichte atmen, deren Provenienz ich kenne." Bialk hat noch eine einfachere Erklärung: "Viele Menschen haben heute Zeit und Geld für dieses aufwendige Hobby."
"Jede Tür führt zu zwei weiteren"
Matthias Kohl bastelt längst nicht mehr nur am eigenen Familienpuzzle. "Jeder, der in Bernterode zu Verwandten forscht, landet irgendwann bei mir", sagt der 46-Jährige ganz ohne Eitelkeit. Etwa zwei Stunden tägliche Arbeit über 30 Jahre hinweg - man sollte meinen, irgendwann seien die Quellen erschöpft. "Von wegen", sagt Kohl. "Jede Tür, die Sie öffnen, führt zu zwei weiteren. Das hört nie auf."
Bis zu Karl dem Großen reicht sein Stammbaum. Keine Sensation unter Eingeweihten, hatte der Kaiser doch zahlreiche Nachfahren. Dennoch: Noblesse und Prominenz in der Ahnenreihe lassen manches Herz höher schlagen. Kohls mütterliche Linie führt über Polen bis in den russischen und byzantinischen Adel. "Meine liebe Muhme", schrieb der Alte Fritz an eine Vorfahrin Kohls. Ebenso gebildet wie politisch wach, war die litauische Fürstin dem preußischen König Freundin und Beraterin.
"Mit Erfolgen identifiziert sich jeder", sagt Bialk. "Nur die schwarzen Schafe, die zeigt keiner vor." Das schwärzeste in seiner Reihe saß als Schläger im Zuchthaus. Bialk interpretierte die Entdeckung als Glücksfall: "Da juckt gleich wieder die Spürnase, denn da kann man sich ja noch die Gerichtsakten ziehen."
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