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unsere Familie
Stand: April 2010
Familienforschung - mein Hobby
Die Erforschung der eigenen Familie und unserer Familiengeschichte ist ein spannendes Hobby. Im Moment beträgt die Anzahl der Personen meines Stammbaumes 180 Personen. Für die Erstellung der Stammbäume gibt es eine Vielzahl von Programmen und auch Internetseiten, die eine kostenlose Erstellung anbieten.
Ich verwende zum Beispiel die Internetseite http://www.myheritage.com und das Programm Personal Ancestral File (PAF) für Unterwegs bei Verwandten. Durch einen einfachen Datentranfer (*.ged) sind die Programme untereinander kompatibel.
Am Beispiel der Linie Mütterlicherseits habe ich folgendes herausgefunden. Viele liebe Menschen haben mir dabei sehr geholfen:
Eine kleine Geschichte, eine Reise in die Vergangenheit
Im April 2010 stand ich in Leipzig dort, wo fast genau vor 115 diese Geschichte begann
Zur Erinnerung an den 50. Todestag meines Großonkels Max Schwimmer
Am 9. Dezember 1895 wird Robert Richard Max Schwimmer als erster Sohn des Buchbinders Carl Theodor Richard Schwimmer und dessen zweiter Ehefrau Amalie Elisabeth, geborene Böhme, in Leipzig-Lindenau geboren. Ein Jahr später, am 10.11.1896 kommt Amalie Elisabeth Martha Schwimmer, meine Großmutter zur Welt. Es folgen noch Franz Ehregott Walter (1897) und Clarissa Elisabeth Johanna (1900).
Der vor allem als Zeichner und Illustrator bekannte Leipziger Max Schwimmer (1895–1960) gilt als eine der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten Sachsens im 20. Jahrhundert. Die Ausstellung gibt einen Einblick in bekannte wie weniger bekannte Facetten seines umfangreichen OEuvres. Neben malerischen Hauptwerken und Arbeiten, die in unmittelbarem Zusammenhang zu seiner Tätigkeit als Buchillustrator stehen, sind auch eine Auswahl seiner liebevoll gestalteten Briefe sowie freie Aquarelle, Gouachen und Handzeichnungen zu sehen.
In den folgenden Jahren wechselt die Familie beinahe jährlich den Wohnsitz. Stets bezieht sie eine der im Westen Leipzigs (in Lindenau oder Kleinzschocher) gerade fertiggestellten Wohnungen, bis sie endlich 1903 in der Lindenauer Harkortstraße 38 (heute: Henricistraße 38) für 15 Jahre seßhaft wird.
Meine Großmutter Martha Schwimmer zog 1921 nach Wien und arbeitete dort als Lektorin und heiratete dort. In zweiter Ehe mit Karl Schwappach aus Eyrichshof verheiratet, lebte sie seit 1925 in Brünn bei Ebern, in jenem fränkischen Ort, in dem ich heute wieder lebe. Hier besuchte uns auch Max Schwimmer mit seiner Frau Ilske im Jahr 1943 fast 10 Wochen lang.
Aus dier Ehe von Martha und Karl Schwappach gingen 2 Kinder hervor. Martin Schwappach (1926-2008) und Johanna Schwappach (1929-2008). Martha Schwappach starb im Jahr 1978, ihr Ehemann Karl Schwappach im Jahr 1980. Im Jahr 1948 kam Jürgen Schwappach als erster Sohn von Johanna Schwappach und Bruno Rickert zur Welt. Es folgen 1953 Karlheinz Schwappach, 1955 Petra Schwappach und im 1961 Alexander Schwappach, der 1962 verstarb.
Am 12. März 1960 stirbt Max Schwimmer in Leipzig. Am 23. März findet die Urnenbeisetzung auf dem Friedhof in Leipzig-Lindenau statt. Eine Visum für die Teilnahme an der Beerdigung wurde der Schwester Martha Schwappach nicht erteilt.
Am 12. März 2010 zum 50. Todestag von Max Schwimmer erscheint ein Buch über Max Schwimmer und wird in Leipzig der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Auitorin Inge Stuhr bei der Buchvorstellung im Museum der bildenden Künste in Leipzig
In der Leipziger Internet Zeitung stand zu lesen:
Max Schwimmer: Er hat keinen runden Geburtstag in diesem Jahr: 115 Jahre alt würde Robert Richard Max Schwimmer werden am 9. Dezember, wenn ihm ein so langes Leben vergönnt gewesen wäre. Als Künstler hat er ein viel längeres. Und jetzt gibt es auch endlich die repräsentative Biographie dazu. Da Max Schwimmer 1960 starb, wird auch sein 50. Todestag gewürdigt. Sogar mit einer Ausstellung. Die ist seit dem 4. Februar im Museum der bildenden Künste zu sehen. Die drei Kabinetträume im 1. Obergeschoss zeigen die vielen Seiten Schwimmerscher Kunst. Aber nur noch bis zum 18. April 2010 – wer's sehen will, muss sich sputen.
Das Buch auf den großen Leipziger Künstler, der 1895 in der Wettiner Straße geboren wurde, schrieb Inge Stuhr, bis 2004 Verwalterin seines Nachlasses in der Leipziger Stadtbibliothek. Sie hat auch schon die große Briefauswahl vorgelegt, die dem Leser einen Einblick gibt in das Leben dieses lebenslustigen Leipzigers.
Und diese Ausstellung besuchte ich am 13. und 14. März 2010. Dabei lernte ich auch interessante Menschen persönlich kennen. Frau Albani, (hier mit Gerdine Schimpf) eine Mitarbeiterin der Leipziger Universitätsbibliothek, mit welcher ich schon längeren Email Kontakt pflege, Frau Stuhr, die Autorin des Buches, "Max Schwimmer - eine Biographie", den 80 jährigen Prof. Arnd Schultheiß, einer der letzten Schüler von Max Schwimmer und eine langjährige Freundin von Max Schwimmer, die 97-jährige Gerdine Schimpf.
Ja, so interessant und aufregend kann Familienforschung sein.
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